Am 09.Juli 2020 bin ich in Neubrandenburg, am späten Nachmittag gegen 17:00 Uhr in Neubrandenburg aufgebrochen. Mein Weg führte mich über Burg Stargard nach Ballwitz.
Die erste Nacht verbrachte ich im Pastorat in Ballwitz bei Pastor Christian Rudolph und seiner Frau, das war ein wunderbarer Abend mit sinnvollen Gesprächen am Lagerfeuer, vielen Dank dafür. Nach einer erholsamen  Nacht im Pilgerzimmer machte ich morgens gegen 09:00 Uhr wieder auf den Weg.


Tag zwei

Die zweite Etappe ging von Ballwitz, über Wanzka, den Rödliner See bis nach Caprin an den Schlesersee. Dort schlug ich mein Lager direkt am See auf, die Nacht über regenete es ziemlich doll und mein neuer Lowa Schuh gab schon den Geist auf!


Tag drei

Nach einer verregneten Nacht musste ich erst einmal alles ein wenig trocknen, bevor es ans Packen ging. Beim Frühstück ärgerte ich mich noch über meinen Schuh, er sollte mich ja noch einige Kilometer tragen… nach dem Aufbruch ging es über das Dorf Carpin durch dichten Wald. Nach einer Weile fand ich in einem kleinen verschlafenen Nest das Cafe´Kudo, was für ein Glücksfall 🙂 . Die lieben Leute dort zauberten mir eine vegetarische Brotzeit, ich war begeistert. Meine Nacht verbrachte ich wieder an einem See, dem Pfarrsee bei Wokuhl.


Tag vier

Nach ausgiebigem Frühstück zog ich zunächst noch trocken los über Comthurey nach Dabelow und Altthymen mitten durch ehemaliges Militärgebiet mit eindeutigen Warnhinweisen. Zwischenzeitlich regnete es extrem und meine Karre zog sich immer schwerer durch die Sandböden. Bis zu meinem Etappenziel in Fürstenberg / Havel. Wegen des starken Regens, der auch noch den nächsten Tag dauern sollte entschloß ich mich für einen Tag Pause in einem kleinen Hotel, hier konnte ich all meine nassen Sachen im Heizungsraum trocken.



Tag fünf

den Tag Auszeit möchte ich nutzen mir die KZ Gedenkstätte anzusehen, gegen Mittag wurde das Wetter besser sodass ich mich zu Fuß auf die etwa 5 km machte. Dort angekommen ließ man mich allerdings nicht rein…
ich besuchte dann noch die Kirche, auch hier wieder keinen Pilgerstempel.


Tag sechs

Gott sei Dank sind alle meine Sachen im Heizungsraum des Hotels getrocknet und ich konnte gegen acht aufbrechen, diesmal passt das Wetter auch. Dieser Tag hatte es in sich, am späten Nachmittag war ich einer Rotte Wildschweine begegnet die mich irgendwie nicht so richtig leiden konnten! Immer wieder brachen zwei Tiere aus und liefen auf mich mit viel Krach los… gut dass si mich damit nur auf Abstand halten wollten. Der Zwischenfall brachte mich weit von meinem eigentlichen Kurs ab und ich lief etwa 12 km mehr als geplant.
Der Weg führte mich über Röblinsee, Strasen und Wustrow nach Drosedow, am Krummen Wolkowsee schlug ich schließlich völlig fertig mein Lager auf.
Eine Familie aus Berlin versorgte mich schließlich noch mit Essen, hatte mich sehr gefreut :-).


Tag sieben

Die letzte Etappe führte mich über die Schleuse bei Fleth am Mössensee und Zotzensee entlang nach Mirow. In Mirow nahm ich den Zug zurück nach Neubrandenburg.